Donnerstag, 13. November 2014

Es könnte alles so einfach sein...

... ist es aber nicht.

Ja, sonst beschäftige ich mich ja mehr mit den schönen Dingen des Lebens, aber in der Unterüberschrift steht nicht umsonst was "von dem Leben an sich".

Vielleicht habt ihr gesehen, dass sich der "Hintergrund" bei meinen Bildern geändert hat. Das übliche hellgrün-türkise Dings taucht nicht mehr auf, stattdessen so ein dunkelblaues Dings. Ersteres war des Engels Bettdecke. Jetzt mache ich meine Fotos vor einem meiner Seidenschals.
Aber warum mache ich meine Bilder nicht mehr auf dem Bett vom Engel?

Der Engel wohnt ja seit einer Weile in einer WG, dem Nerdgeschoss. Und irgendwie ist es natürlich passiert, dass ich immer mehr Zeit beim Engel als bei mir daheim verbracht habe und da irgendwann gewohnt habe. Und je länger ich da gewohnt habe, desto mehr Dinge haben mich gestört, Dinge wie die Putzmoral und abgelaufener Kühlschrankinhalt und solches Zeug. Ich war schlichtweg nicht mit seiner, unserer Wohnsituation zufrieden. Die Situation hat sich zugespitzt und ist an dem Punkt, dass der Engel und ich nach einer gemeinsamen Wohnung suchen.
Weil das ja nicht von eben auf gleich Ergebnisse bringt und unsere Situation verbessert, habe ich mein Zimmer bei meinen Eltern zurückverlangt, das mir zeitweise nicht mehr zur Verfügung stand. Ich wohne jetzt wieder hauptsächlich bei meinen Eltern und meiner Schwester.

Das ist jetzt eine Woche her und ich habe in dieser Zeit dem Engel bestimmt 2x täglich geschrieben, wie furchtbar alles ist und das ich das nicht lange aushalte.

Und ich frage mich: Wer sind diese Menschen? Ich kenne sie quasi gar nicht mehr. Ich halte sie nicht mehr 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr aus. Sie sind mir zu laut, zu anstrengend. Früher hat mich das doch auch nicht gestört.
Haben sie sich in diesem halben Jahr, das ich weg war, so sehr verändert? Habe ich mich so sehr verändert? Und was soll ich jetzt tun?

Viel kann ich nicht tun. Möglichst viel Zeit in der Uni verbringen und der Familie aus dem Weg gehen, eine Wohnungsanzeige nach der nächsten beantworten und hoffen, dass möglichst schnell irgendwas dabei ist.

Das könnte ja alles so einfach sein, aber ist es eben nicht.

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